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3/2015

JUGENDSCHUTZ

FORUM

O

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Fernsehen ist beliebteste Nachrichtenquelle

Das Fernsehen ist für Kinder und Jugendliche

die beliebteste Nachrichtenquelle. 70 Prozent

der 10- bis 18-Jährigen informieren sich über

aktuelle Nachrichten vor allem im Fernsehen,

wie der Digitalverband Bitkom Mitte Mai

nach Auswertung einer Umfrage mitteilt. Auf

Rang zwei rangiert ein weiteres klassisches

Medium: 47 Prozent der Kinder und Jugend-

lichen nutzen das Radio, gefolgt von sozialen

Netzwerken wie etwa Facebook oder Twitter

gleichauf mit Printprodukten wie Zeitungen

oder Magazinen (je 34 Prozent). Jeder Zehnte

(10 Prozent) gibt an, sich über das Tages-

geschehen gar nicht zu informieren, bei den

Jüngeren im Alter von 10 bis 12 Jahren sind

es 22 Prozent.

(JSF)

www.bitkom.org

Alkoholkonsum geht weiter zurück

Der Alkoholkonsum Jugendlicher geht nach

der aktuellen Umfrage der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weiter

zurück. So trinkt durchschnittlich jeder zehnte

Befragte zwischen 12 und 17 Jahren einmal

in der Woche alkoholische Getränke. Im Jahr

2004 waren es noch mehr als doppelt so viele

(21,2 Prozent), wie die BZgA im Mai mitteilte.

Für die Studie wurden von März bis Juni 2016

bundesweit rund 7000 Jugendliche und junge

Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren be-

fragt. Mehr als ein Drittel der befragten 12- bis

17-Jährigen gibt in der Umfrage an, noch nie

Bier, Wein oder Schnaps probiert zu haben.

Das ist der höchste Anteil von Abstinenzlern

seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001.

Der positive Trend wird unter Fachleuten

als das Ergebnis jahrerlanger guter Aufklä-

rungsarbeit gesehen. Ein weiterer Grund sei

die kritische Einstellung gegenüber Alkohol,

die sich in den letzten Jahrzehnten heraus-

gebildet habe. Jugendlichen gehe es heute

eher darum, einen Umgang mit Alkohol zu

erlernen, der im Freundeskreis oder in der Fa-

milie gesellschaftlich akzeptiert sei. Disziplin,

Leistungs- und Durchsetzungsfähigkeit sind

immer mehr in den Blick der Jugend gerückt,

sie verzichte eher auf körperschädigende

Substanzen und setze auf Gesundheits- und

Sporttrends.

(JSF)

www.bzga.de

und www.

kenn-dein-limit.info

„Hilfe zur Erziehung“ für

über 1 Mio. junge Menschen

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland bun-

desweit 1.052.305 Kinder, Jugendliche und

junge Volljährige gezählt, die eine Hilfe zur

Erziehung nach dem Achten Sozialgesetz-

buch (SGB VIII) in Anspruch genommen

haben. Damit wurde ein neuer Höchststand

erreicht. Vor allem Fremdunterbringungen

in Einrichtungen der Heimerziehung haben

zugenommen, ist auf der Internetseite der

Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik

der Technischen Universität Dortmund zu

lesen.

Hilfen zur Erziehung sind Unterstützungs-

leistungen für Familien in belasteten Lebens-

lagen. Die Ausgaben für das Arbeitsfeld sind

im Jahre 2015 weiter gestiegen. Mittlerweile

werden fast 8,7 Mrd. Euro für Hilfe zur Er-

ziehung und Hilfen für junge Volljährige

ausgegeben, das entspricht 21 Prozent der

Jugendhilfeausgaben insgesamt.

(JSF)

Nachrichten

Drogenbeauftragte

kritisiert "Kiffer-Film"

Die Drogenbeauftragte der Bundes-

regierung hat nach Medienberichten

die Kiffer-Komödie "Lommbock" kri-

tisiert. Es sei ein "schlechter Witz",

dass "Lommbock" für Kinder ab zwölf

Jahren freigegeben ist, wird Marlene

Mortler (CSU) zitiert.

Filme dürfen natürlich auch Spaß ma-

chen. "Der Spaß hört aber da auf, wo

Drogen gezielt verharmlost werden, nur

um Quote zu machen." Eltern und Er-

zieher würden sich bemühen, Jugend-

lichen zu vermitteln, dass man auch

ohne Drogen Spaß haben könne, sagte

Mortler. "Unsere Bildschirmhelden ma-

chen diese Bemühungen des bloßen

Profits wegen mit einem Federstrich

zunichte."

(JSF)

Termine

9. bis 11. Oktober 2017

DHS Fachkonferenz

in Essen,

www.dhs.de

17. Oktober 2017

Kinder stärken - Von Anfang an

Resilienzförderung in der Kindertagesbetreu-

ung, Tagung der AJS NRW und des Landesju-

gendamtes Rheinland, in Köln,

www.ajs.nrw.de

Kurz vor Redaktionsschluss

Die Reform der

Kinder- und Jugendhilfe

teilweise umgesetzt

Der Bundestag hat am 29. Juni das Gesetz

zur Stärkung von Kindern und Jugend-

lichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz

– KJSG) beschlossen. Das Gesetz stärkt

Kinder und Jugendliche durch einen wirk-

sameren Kinderschutz. Es handelt sich um

eine „kleine SGB VIII-Reform“ mit weniger

Änderungen, als ursprünglich gedacht. Ent-

fallen sind im Wesentlichen die geplanten

Regelungen im Hinblick auf das Pflege-

kinderwesen. Am 7. Juli soll das KJSG vom

Bundesrat beschlossen werden, dann am 1.

Januar 2018 in Kraft treten.

(JSF)

„Regelmäßiger Alkoholkonsum 1973 - 2016 (12- bis 25-Jährigen) aus dem BZgA-Infoblatt

18.Oktober 2017

„Jetzt hör endlich auf“

Sexualisierte Peer-Gewalt in der Jugend-

arbeit, Fachtag des Deutschen Bundes-

jugendrings und des Bayerischen Jugend-

rings mit dem Unabhängigen Beauftragten

für Fragen des sexuellen Kindesmiss-

brauchs, in Berlin,

www.bjr.de